Alle Fotos: ©NASA 2026
Zwischen Mondlicht und Maschinen: Warum die Nikon D5 bei Artemis II unverzichtbar war
Es gibt Momente, in denen Technik mehr ist als nur ein Werkzeug. Wenn Astronauten die Erde aus hunderttausenden Kilometern Entfernung fotografieren oder das erste Licht des Mondes auf die Orion-Kapsel trifft, geht es plötzlich nicht mehr um Datenblätter. Dann zählen keine Megapixelrekorde oder neueste Features – sondern Vertrauen. Und vor allem: nachgewiesene Zuverlässigkeit.
Genau deshalb fiel bei der Artemis II Mission der NASA die Wahl erneut auf eine Kamera, die viele von euch wohl längst zum alten Eisen zählen: die Nikon D5.
„We’re going to take images that will change how people see our planet and our place in the universe.“
— Victor Glover, fotografierendes Mitglied der Artemis II Mission
Verlässlichkeit schlägt Fortschritt
In der Raumfahrt gelten andere Maßstäbe. Dinge einfach einmal ausprobieren ist hier nicht zielführend. Die Ausrüstung muss funktionieren – immer. Jede Komponente hat sich über Jahre zu beweisen, unter Bedingungen, die auf der Erde nicht vollständig nachstellbar sind, bevor sie mit auf eine Mission genommen werden darf.
Die Nikon D5 ist genau so ein Werkzeug.
Gerade in der Dunkelheit des Alls zeigt sie, was in ihr steckt. Licht ist dort keine Selbstverständlichkeit, sondern sehr oft Mangelware. Bilder entstehen an der Grenze des technisch Machbaren. Unter diesen Bedingungen ist die D5 eine Kamera, die sich zigfach bewährt hat.
Damit sich Equipment für NASA-Missionen innerhalb und außerhalb der erdnahen Umlaufbahnen qualifiziert, durchläuft es ein jahreslanges Zertifizierungsprogramm. Wobei Missionen weiter draußen im All wesentlich höhere Anforderungen an Mensch und Maschine stellen, als es bei erdnahen Umlaufbahnen der Fall ist.
Fotografieren im All ist eine eigene Disziplin
Dunkelheit im All, schlägt Dunkelheit auf der Erde um Längen! Bereits auf der Erde stellt das Fotografieren in dunklen Bedingungen hohe Anforderungen an das Equipment. Im All wird daraus eine völlig neue Dimension: Komplett ohne Schwerkraft, mit hohen Temperaturschwankungen und Strahlungen, wie sie auf der Erde nicht vorkommen wird Elektronik auf das Äußerste strapaziert. Dazu kommen Motive, die sich nicht wiederholen lassen. Wenn ein Moment vorbei ist, ist er für immer verloren.
Genau deshalb verfolgt die NASA einen anderen Ansatz als die klassische Fotoindustrie. Neue Technik kommt nicht sofort zum Einsatz. Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Die Entscheidung für die D5 ist kein Rückschritt, denn den speziellen Bedingungen einer Mission wie der Artemis II ist sie gewachsen. Maximale Auflösung und neueste Features werden hier ganz klar von Zuverlässigkeit und einer außerordentlichen High-ISO-Performance ausgestochen.
Die Nikon Z 9 – ein Blick in die Zukunft
Und trotzdem war da noch etwas an Bord der Artemis II Mission: die Nikon Z 9.
Ihre Mitnahme war zunächst nicht geplant. Zwar befindet sich die Kamera an Bord der ISS bereits im Einsatz, aber erst die persönliche Initiative der Artemis II Astronauten Victor Glover und Christina Koch, brachten die Z 9 an Bord. Während die D5 als verlässliches Arbeitstier dient, steht die Z 9 für das, was künftig möglich sein soll: Höhere Auflösung, schnellere Geschwindigkeit und Video in hoher Qualität.
Alle Fotos: ©NASA 2026
Fazit: Was wirklich zählt
Die Artemis II Mission macht eines sehr klar: Selbst im High-End-Bereich der Fotografie gewinnt nicht automatisch das Neueste.
Entscheidend ist, was funktioniert.
Die Nikon D5 ist dafür ein perfektes Beispiel – ein Werkzeug, das unter extremen Bedingungen konstant abliefert und genau deshalb weiterhin eingesetzt wird. Gleichzeitig steht die Z 9 bereit, diese Rolle in Zukunft zu übernehmen.
Für uns als Fachhandel ist die Erkenntnis eindeutig:
Die beste Kamera ist nicht die neueste – sondern die, auf die du dich verlassen kannst.
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Verwendetes Equipment der Artemis II Mission*:
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